AUFGEBLÄTTERT

Kultur | THOMAS ASKAN VIERICH | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

Warum sich durch dicke Wälzer quälen, wenn es auch dünne Bücher gibt? Nichts ist erfrischender, als an einem lauen Sommerabend schnell mal einen Roman zu verputzen. Denkt man. Und greift hoffnungsfroh zu "Stevenson unter Palmen". Sein Autor, "Alberto Manguel, hat einen ausgesprochen lesenswerten Wälzer über dicke und dünne Bücher - "Eine Geschichte des Lesens" - verfasst. Jetzt schickt er den Dichter der "Schatzinsel" auf eine Südseeinsel. Statt dort seinen Ruhestand zu genießen, trifft Stevenson auf einen seltsamen Wanderprediger, der die Eingeborenen für ihr sündiges Leben bestrafen will. Bald geschehen seltsame Morde. Und Stevenson gerät unter Verdacht. Klingt gut. Ist aber in Wahrheit nichts anderes als gut geschriebener metaphysischer Quark.

  Ähnliches lässt sich leider auch von "Monogam" behaupten. Davor war Marek van der Jagt mit Amour Fou eine witzige und doppelbödig erzählte spätpubertäre Liebesgeschichte gelungen. "Monogam" jedoch entpuppt sich als albernes


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