1200 Meilen bis Jigalong

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

FILM. Regisseur Phillip Noyce nimmt sich in "Rabbit-Proof Fence" eines schmachvollen Kapitels der australischen Geschichte an. 

Es ist eine wahre Geschichte, die Phillip Noyce in "Rabbit-Proof Fence" (deutscher Verleihtitel: "Long Walk Home") erzählt: von drei kleinen Mädchen, die anno 1931 unter dem Vorwand, ihnen eine "bessere Erziehung" angedeihen zu lassen, aus ihrem Dorf im australischen Busch in eine Siedlung der Weißen verschleppt werden. Doch handelt es sich bei Molly, Daisy und Gracie keineswegs um tragische Einzelschicksale, sondern vielmehr um die gängige Praxis im Umgang mit den Aborigines. An die 100.000 Kinder wurden zwischen 1910 und 1976 gewaltsam von ihren Eltern getrennt und zu Hilfspersonal in weißen Haushalten umerzogen - auf dass sich das "Problem mit den Ureinwohnern" irgendwann von selbst erledige.

  So viel zum zeithistorischen Hintergrund. Eine der wesentlichen Qualitäten des Films gründet auf einem durchaus nicht unproblematischen Kompromiss: "Rabbit-Proof


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