Sensible Talente

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

KUNST. Der Wiener Misha Stroj und der Innsbrucker Martin Gostner entdecken in ihren aktuellen Ausstellungen eine totgeglaubte Figur wieder: den romantischen Künstler. 

Absolventen der Kunstakademien werden auf eine harte Probe gestellt. Nur ein Bruchteil der Kunstmagister kommt überhaupt in die Lage, von einer Galerie auf eine mögliche Zusammenarbeit angesprochen zu werden. Verweigerung hilft da wenig. "Ich fürchte mich vor dem Kunstbetrieb", sagt der 28-jährige Misha Stroj, der gerade in der Kerstin Engholm Galerie seine erste Einzelausstellung mit dem Titel "am fluss (treibt eine wespe die schläft aber bloß)" laufen hat. Der eigene Name, groß auf die Einladungskarte gedruckt, das Vernissagenritual und der Falter-Fotograf bringen den jungen Mann in Verlegenheit. "Am liebsten wäre ich auf der Vernissage durchs Klofenster verschwunden."

  Ohnmacht animiert manchmal zu Allmachtsfantasien: Um das Ausmaß der zukünftigen Zusammenarbeit mit der Galerie abzustecken, hat Stroj das


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