BOCK AUF BIER: Trinken mit Sinn

Stadtleben | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

Weil die Behörden nichts tun, müssen wir trinken": ein guter Slogan, an den sich seit Mitte Juni die Gäste in mehr als sechzig Wiener Lokalen gerne halten. Sie trinken Bier für den guten Zweck, denn bei der Aktion "Bock auf Bier" unterstützt man mit jedem Seidl oder Krügerl mit zehn Cent die Arbeit von Ute Bock, die in Wohngemeinschaften obdachlose Asylbewerber versorgt.

  Die Aktion entwickelte sich fast zum Selbstläufer. "Wir haben erwartet, dass sich da maximal fünf bis 15 Lokale beteiligen", sagt Philipp Sonderegger von SOS Mitmensch. Die Organisation achtet auf die finanzielle Abwicklung der Bock-Bier-Spenden. "Wir dachten, dass das ein ganz netter Gag ist, mehr aber nicht." Mittlerweile bestätigen auch Profis, dass "Bock auf Bier" eine perfekte Kampagne ist, mit eigenen Kinospots, Plakaten, Inseraten (auch im Falter) und Partys. Die Ottakringer-Brauerei plant sogar ein spezielles Ute-Bock-Bier, das es bei Veranstaltungen geben soll. "Davon abgesehen, dass da viel Geld zusammenkommt,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige