Musik für die Augen

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 26/03 vom 25.06.2003

CLUBKULTUR. Visualisten stehen seit jeher im Schatten der DJs. Jetzt wollen Wiener VJs eine Szeneplattform gründen, um endlich mehr Anerkennung zu bekommen. 

Für seinen ersten Filmloop malte Pepi Öttl in mühevoller Handarbeit kleine, sich bewegende Strichmännchen auf einen Streifen Film. Bild für Bild, und noch dazu ganz ohne Lupe. Die erste Vorführung des in einer Dauerschleife ablaufenden Acht-Sekunden-Filmchens "Tanzende Maxerln" verlief dann allerdings eher ernüchternd. "Die Leute standen zehn Minuten davor, und fragten dann: "Kommt da noch etwas?", erinnert sich Öttl. Das war vor 16 Jahren.

  Heute sind geloopte Filme, Videos und Diaprojektionen bei Partys längst eine Selbstverständlichkeit. Doch selbst Veteranen der Wiener Visualistenszene wie Pepi Öttl, Fritz Fitzke oder Julia Starsky sind Clubbern namentlich meist unbekannt. "Das Problem beginnt schon bei den Flyern", klagt Gerhard Lenz, der als Lenzo einschlägige Veranstaltungen mit Filminstallationen ausstattet.


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