Hols der Geier!

CHRISTIAN BELLAK | Vorwort | aus FALTER 27/03 vom 02.07.2003

KOMMENTAR. Die Voest soll privatisiert werden. Öffentliches Eigentum wird viel zu günstig in private Hände übertragen. 

Als die britischen Gewerkschaften in der Amtszeit der konservativen Premierministerin Margaret Thatcher gegen Privatisierungen kämpften, wurde gerne die Metapher von den wartenden Geiern verwendet, unterlegt mit dem Slogan: "Public is Yours - Private is Theirs." Jede Ähnlichkeit mit laufenden Privatisierungen in Österreich ist natürlich zufällig.

  Die politische Grundsatzfrage ist entschieden: Die Voestalpine AG, eine Firma, die gerade das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren hat, soll zu hundert Prozent privatisiert werden. Obwohl die Voest in den meisten Köpfen noch als das verstaatlichte Unternehmen schlechthin gilt, beträgt der Staatsanteil lediglich 34,7 Prozent. Die politische Entscheidung zur vollständigen Privatisierung ist deshalb so brisant, da sie de facto nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Es bestehen klare Vorgaben. So legte

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