MINI-KNITTELFELD: "Kantig und völkisch"

NINA HORACZEK | Politik | aus FALTER 27/03 vom 02.07.2003

Nicht nur die Bundespartei hat Obmannsorgen. Auch beim Ring Freiheitlicher Jugendlicher wird um die Spitze gestritten. Vergangenen Samstag musste der bisherige Chef Bernhard Egger nach nur vier Wochen Amtszeit abtreten. Neuer Bundesjugendobmann ist Johann Gudenus, Sohn des FP-Bundesrats John Gudenus. Eine "bodenständige, kantige und völkische Politik" verspricht der neue RFJ-Obmann. Ein Hauptthema werde künftig die Familienpolitik sein, "sonst verkommen wir zur ethnischen Minderheit im eigenen Land". Der 26-jährige Jurist fordert nicht nur "eine Rückorientierung zu den Grundsätzen, die Jörg Haider als Obmann gelebt hat", sondern möchte den Kärntner Landeshauptmann gleich an die Parteispitze zurückholen.

  Gudenus wurde zwar mit 95 Prozent der Stimmen gewählt, die Stimmung im RFJ ist trotzdem so angespannt wie in der FPÖ. Schon vor der Obmannwahl im Wiener Rathauskeller kam es zum Eklat: "Die Landesgruppen Tirol, Vorarlberg und Burgenland sind sofort nach den Grußworten aus

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