CHRONOLOGIE EINER AFFÄRE: Spenden, Spesen, Spezis

Politik | aus FALTER 27/03 vom 02.07.2003

Anfang Juni veröffentlichte der Falter einen vertraulichen Bericht, in dem die Ausgaben von Karl-Heinz Grasser für Werbung und Beratung aufgelistet waren. Allein für eine Roadshow vor Unternehmern wurde von Grasser 2,3 Millionen Euro Steuergeld ausgegeben. Auffällig hoch waren auch die Ausgaben für das Beratungsunternehmen Andersen Consulting (vier Millionen Euro). Die SPÖ zitierte Grasser ins Parlament. Im Rahmen der SPÖ-Anfrage wurde der Minister auch zu seiner privaten Homepage (www.karlheinzgrasser.at) befragt. Der Minister antwortete, die Seite werde "selbstverständlich durch private Sponsoren", nämlich von der Industriellenvereinigung bezahlt. Wie Falter-Recherchen ergaben, sollen rund 220.000 Euro geflossen sein. Grassers Kabinettsmitarbeiter schalteten dafür den Verein zur Förderung der New Economy dazwischen und bezeichneten ihn steuerschonend als gemeinnützig. Finanzrechtler wurden stutzig: Steuerexperte Werner Doralt vermutete, dass die Schenkungssteuer nicht abgeführt

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