WIENZEUG

Politik | aus FALTER 27/03 vom 02.07.2003

Spiegelgrund Es dauerte bis ins Frühjahr 2002, ehe die Kinder, die den Ärzten an der NS-Euthanasieklinik "Am Spiegelgrund" zum Opfer fielen, beerdigt wurden. Innerhalb von drei Tagen wurden über 20.000 identifizierte Präparate, darunter 603 Gehirne, bestattet. Damit das Schicksal der ermordeten Kinder nach dem Trauerakt nicht vergessen werde, richtete das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) im heutigen Otto-Wagner-Spital eine Gedenkstätte mit einer ständigen Ausstellung ein. Das DÖW würde dort für Schulklassen gerne ein "Holocaust-Education-Projekt" nach internationalen Standards abhalten, doch dafür fehlt den Wissenschaftlern die Kleinigkeit von etwa 22.000 Euro. Vielleicht springt nun die Stadt ein: Auf Initiative von Stadträtin Maria Vassilakou stellten die Grünen im Gemeinderat einen Antrag auf die entsprechende Subvention. Der Vorschlag wird demnächst im Ausschuss debattiert.

Nach Saddam Der irakische Diktator ist gestürzt - aber wie soll es

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