Glückssache

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 27/03 vom 02.07.2003

ZIVILDIENST. Was ist eine angemessene Verpflegung? Ein Bescheid sagt nun: "angemessen". Es hängt also weiter vom guten Willen des Arbeitgebers ab, ob ein Zivi satt wird. 

Die Schonkost vom Altersheim mitessen oder Geld? Als Klaus Lukaschek vor 13 Monaten seinen Zivildienst in Gleisdorf in der Steiermark antrat, entschied er sich für das Essensgeld in bar. Schließlich hat man auch außerhalb der Dienstzeiten manchmal Hunger. Sein Arbeitgeber meinte, von 4,36 Euro pro Tag könne ein 22-jähriger Mann locker satt werden. Davon bekommt man im Supermarkt: zum Frühstück ein Erdbeerjoghurt, zu Mittag zwei Extrawurstsemmeln und einen Apfel, am Abend Spaghetti Bolognese. Natürlich ohne Parmesan. Dafür ein Mars als Nachspeise. Zum Trinken gibt es leider nur Leitungswasser. Wenn man öfter einmal auf die Schokolade verzichtet, könnte man sich ein Kilo Kaffee zusammensparen. Mit der Milch wirds aber eher schwierig.

  Davon verhungert man nicht. Lukaschek, der für 176 Euro Grundgehalt im


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