WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 27/03 vom 02.07.2003

E-Mail für dich

Herr Finanzminister, als österreichischer Bürger fordere ich Sie hiermit zum Rücktritt aus Ihrem Amt auf. Sie sollten dem Land und sich selbst einen Gefallen tun und erkennen, dass die Grenze an Undurchsichtigkeiten, Fragwürdigkeiten sowie moralischen und faktischen Unvereinbarkeiten überschritten ist.

Mit Grüßen, Walter Gröbchen

E-Mail an Karl-Heinz Grasser. Und hier die prompteAntwort:

Herzlichen Dank für Ihre Nachricht. Ihr Anliegen ist bei uns in besten Händen und wird umgehend von der zuständigen Stelle im Bundesministerium für Finanzen weiter bearbeitet. Mein Team und ich sind bemüht, Ihnen rasch zu antworten. Bitte haben Sie aber Verständnis, wenn dies aufgrund der großen Zahl einlangender Anfragen einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Unterdessen arbeiten wir mit ganzer Kraft an der Fortführung der stabilitätsorientierten Finanzpolitik, um Österreichs Zukunft zu sichern.

Mit freundlichen Grüßen, Karl-Heinz Grasser

Plopp-Erlebnis

Mercedes Sosa singt mit dem Kopf, nicht mit Händen und Füßen und einer schwitzenden Lunge.

Aus einer Konzertkritik im Kurier.

Bevor uns die Sängerin mit dem Klassiker "Gracias a la vida" in die Nachdenklichkeit und in die Pause entlässt, ploppt ein Sektkorken an der Bar ins Pianissimo. Plötzlich wird klar: Die 68-Jährige betreibt ihre Mission des Wachrüttelns, ihre Forderung unserer Aufmerksamkeit für die, die am Rande der Gesellschaft stehen, ihr Mutmachen, sich über regionale Grenzen und Kurzsichtigkeiten hinwegzusetzen, mit ihren Mitteln: denen der Kunst.

I had a dream

Ich hatte einen Traum ... Ich wollte Hollywood erobern. Aber das hat sich nie ergeben. Heute bin ich froh darüber. Wer weiß, ob ich im hektischen Los Angeles so alt geworden wäre!

Franz Antel, 90, im Krone-Interview.


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