AUFGEBLÄTTERT

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 27/03 vom 02.07.2003

Das Verfassen von Musikerbiografien ist ein heikles Unterfangen, läuft der Autor doch Gefahr, entweder den Bandmythen auf den Leim zu gehen oder aber den zusammengetragenen Dokumenten zu sehr zu vertrauen. David Buckley hat für seine "R.E.M."-Geschichte mit dem viel sagenden Untertitel "Fakten und Fiktionen" einen guten Mittelweg gefunden. Der Autor weiß zwar, dass er auf Berichte und Gespräche mit Weggefährten sowie den Bandmitgliedern Peter Buck und Mike Mills (Michael Stipe wollte nichts beisteuern) angewiesen ist; andererseits ist er sich des Hangs von Musikern zu gut erfundenen Lügenmärchen durchaus bewusst und erhebt erst gar nicht den Anspruch, eine definitive Bandbiografie vorzulegen. So gesehen stellt Buckleys Buch einen außergewöhnlichen Musikschmöker dar, der sich eher als ein faktengebundener Roman denn als ein rein dokumentarisches Werk über vier (mittlerweile drei) Studienabbrecher aus Athens/Georgia versteht. Wie bei den meisten Bands sind auch bei R.E.M. die Anfänge


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