Fisch soll schwimmen


FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 27/03 vom 02.07.2003

NEUES LOKAL. An der Copa Cagrana hat doch tatsächlich wieder einmal ein Lokal aufgemacht, in dem der etwas anderen Essphilosophie gefolgt wird.

Auf der Donauinsel hat sich ganz schön viel getan in den letzten Jahren. Wobei das natürlich relativ ist, denn nicht dass sich am Wesen des Wiener Ballermanns irgendwas geändert hätte, im Gegenteil, man wurde sogar noch konsequenter in der Verabreichung von schlechtem Essen zu lauter Musik. Aber dafür nahm die Anzahl der so definierten Outlets ordentlich zu. Und hatte das Ensemble vor 15 Jahren noch den charmanten Reiz des spontanen Provisoriums, so wurde es mittlerweile zu einer systemgastronomischen Grottenbahn, zur schlechten Kopie einer Urlaubsretorte. Entsprechend niedrig ist demgemäß die Erwartungshaltung, wenn was Neues aufmacht: Souvlaki, Wodka-Red-Bull, überbackene Fleischpala.

Oder auch nicht. Weil um reich zu werden, habe er das da nicht gemacht, erklärt Burak Bulugan, der vorher als Geschäftsführer im tricaffè in der Rotenturmstraße

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