Forza Europa!

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

AUSLAND. Es ist nicht auszuschließen, dass die Ausfälle Silvio Berlusconis als Ratspräsident die Integration der EU beschleunigen. 

Am leichtesten ist die Frage zu beantworten, warum Silvio Berlusconi mit seinen Ausfällen gegen politische Gegner und der Einschränkung der Justiz in Italien nicht jener Art von "Sanktionen" ausgesetzt ist, mit der einst die schwarz-blaue Regierung in Österreich konfrontiert war. Europa hat sich nämlich politisch genau in die Richtung verändert, die einst Wolfgang Schüssel und Jörg Haider vorgezeichnet haben. Was noch vor drei Jahren als Skandal erschien, ist längst Normalität.

  Berlusconi weist zwar die Besonderheit auf, der reichste Mann Italiens mit dem weltweit direktesten Zugriff eines Regierungschefs auf die Fernsehsender seines Landes zu sein, er verkörpert jedoch wie kein anderer den Brückenschlag zwischen traditionellen Konservativen und Rechtspopulisten. Nach der Einschätzung von Michel Rocard, als französischer Sozialdemokrat einer


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