WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

WAS WAR

Rosenkranz neue FP-Landeschefin Vergangenen Sonntag wurde die Abgeordnete Barbara Rosenkranz mit 80,94 Prozent zur neuen FP-Obfrau von Niederösterreich gewählt. Im Standard-Interview kündigte die 45-Jährige bereits an, am Mittwoch im Nationalrat wegen der BenesÇ-Dekrete gegen die EU-Osterweiterung zu stimmen. Auch bei den Wiener Freiheitlichen soll sich einiges ändern: Landes-Vize Heinz Christian Strache verkündete vergangene Woche nun offiziell, beim Parteitag 2004 als Nachfolger von Hilmar Kabas zu kandidieren.

WAS KOMMT

Grasser vor U-Ausschuss Ein paar Dringliche und einen Misstrauensantrag hat er schon ausgesessen. Doch die Opposition lässt den Finanzminister nicht in Frieden. Kein Wunder: Immer wieder tauchen neue Ungereimtheiten rund um Karl-Heinz Grassers Werbungs- und Beraterkosten auf. Zuletzt wurde ein 2,3 Millionen-Euro-Auftrag bekannt. Und Grassers Freunde - zuletzt ein Mitarbeiter seines Kabinetts sowie ein FPÖ-naher Makler - bekommen Posten und Provisionen. Diese Woche wird Grasser in den kleinen U-Ausschuss des Rechnungshofausschusses geladen. SPÖ-Aufdecker Günter Kräuter will ihn zu merkwürdigen Privatisierungen der Bundeswohnungen und zu Luxustrips nach Monaco befragen.

WAS FEHLT

Schutz vor Mädchenhändlern Vergangene Woche hat die Polizei einen Mädchenhändlerring in Niederösterreich ausgehoben. Über Jahre sollen etwa 150 Mädchen zur Prostitution gezwungen worden sein. Offiziell wurden sie als "Showtänzerinnen" angeworben. Nun fordert die Grüne Brigid Weinzinger politische Konsequenzen. Im Innenministerium gibt es noch immer "Tänzerinnen-Visa". Sie machen die Frauen von den Barbesitzern abhängig, da sie nur dazu berechtigen, in einer bestimmten Bar zu arbeiten. Dort werden die Frauen zur Prostitution gezwungen. Weinzinger forderte Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) auf, das Gesetz zu reformieren.


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