Alarmstufe Orange

Medien | THOMAS PRLIC | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

FREIE MEDIEN. Seit kurzem arbeitet im Rathaus ein eigener Medienkoordinator - und prompt gibts Zoff mit der freien Medienszene. 

Ein wackeliges Kamerabild, im Hintergrund ein mit einem Tarnnetz umhangenes Zelt, davor drei Gestalten, die Appelle ans Wiener Stadtoberhaupt richten: Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) erhielt dieser Tage ungewöhnliche Post. Das "Bekennervideo", das im Rathaus eintrudelte, stammt von Wiener Medienmachern, die zuvor auf dem Karlsplatz ein Mediencamp samt Zelt und transparentbehangenen Baucontainern errichtet hatten. Die Aktivisten, unter anderem von Radio Orange, der IG-Kultur Wien und dem Netzkulturverein Public Netbase, besetzten dafür den Rasen hinter der ehemaligen Kunsthalle.

Aktueller Anlass für die Aufregung unter den Medienguerilleros ist wieder einmal die prekäre Finanzlage von Radio Orange. Seit der Bund den freien Radios im Jahr 2000 die Förderungen gestrichen hat, steckt auch Radio Orange in finanziellen Schwierigkeiten. Der Sender kann im laufenden


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige