Kommentar: Hilf dir selbst, sonst hilft dir Morak

Kultur | M.DUSINI / C.FASTNER | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

"Ich gehe davon aus, dass Sie an Fakten interessiert sind", sagte Franz Morak am vergangenen Donnerstag im Falter-Interview (siehe nächste Seite). Wir waren interessiert und griffen daraufhin einen exemplarischen Fall aus Moraks Subventionspraxis heraus, der in der Tat Interessantes ans Tageslicht förderte: des Kunststaatssekretärs Prestigeprojekt "Kunst gegen Gewalt".

Weniger Subventionen für Struktureinrichtungen und direktere Künstlerförderung hatte Morak versprochen. Dass diese Ankündigung von Künstlern durchaus als Drohung aufgefasst werden darf, zeigt das Beispiel der Ausstellung "Frieden Weltwärts" auf Burg Schlaining, die Morak im Rahmen von "Kunst gegen Gewalt" in Auftrag gegeben hat (siehe Seite 53). Anstatt ein unabhängiges Ausstellungsprojekt mit einer bestimmten Summe zu unterstützen, wurde der Staatssekretär selbst aktiv und stellte dem Veranstalter einen "Produzenten" (was immer das heißen mag) sowie eine Kuratorin zur Seite. Das Ergebnis: ein heilloses Chaos,


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