PHETTBERGS PREDIGTDIENST: Wie wir trotzdem der Motor sind

Stadtleben | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

... Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen ...

Mk 6,7-13 (Evangelium am 15. Sonntag im Jahreskreis eines Lesejahres B)

Den ganzen Tag sehe ich im Fernsehen Reichtum. Im entlegensten Tal feinste Restaurants und Lokale, es biegen sich die Tische mit Braten und Torten, die Geschäfte sind voll mit vornehmst Gediegenem, alle flehen in die Kameras hinein, dass ihnen die Speisen und Waren abgenommen würden, aber wir lassen keine Wohlstandsflüchtlinge ins Land, die so gerne von diesem Reichtum hätten. Wie das Land, so bin auch ich. Mein Kühlschrank ist voll gefüllt mit Würsten und Schokoladen, wovon ich sieben Mal am Tag fresse, bis ich ins Zuckerkoma falle und mich niederlegen muss. Die Suchtkranken halten die Wirtschaft in Schwung. Denn wenn die Nichtsüchtigen am Zwanzigsten zum Beispiel


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige