Japanische Pizza ist anders!


FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

NEUES LOKAL. Ein neuer Anwärter auf den Titel des kleinsten und gleichzeitig interessantesten Asia-Lokals in Wien ist da.

Piano und elektrische Orgel hätte sie in Japan gespielt, erzählt Hiroko Numata, hier in Wien habe sie aber nie ein Instrument angerührt, "da koche ich nur". Und zwar in einem neuen, mikroskopisch kleinen Lokal namens Kuishimbo, was so viel wie Vielfraß oder Genussspecht bedeutet, liebevoll verwendet vor allem für unersättliche Kinder, erklärt Hirokos Mann Yoshihiro. Man versteht schon irgendwie, was er meint. Auch versteht man, wenn er klagt, dass es so schwer wäre, hier in Wien die einfachsten Zutaten selbst für japanische Hausmannskost zu bekommen, frischen Kohl zum Beispiel, vom Equipment für die hohe Kaiseki-Küche ganz zu schweigen.

Aber es scheint ja doch zu funktionieren, denn das, was Hiroko Numata da kocht, ist in Wien tatsächlich sonst eher kaum zu bekommen, Kioto-Küche, kein Sushi, obwohl besonders die "gesundheitsbewussten Frauen mit gewissen

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