Wieder am Markt: Die stachelige Beere

Stadtleben | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

Das Lexikon sagt uns zwar, dass die Kaktusfeige ursprünglich aus Mexiko stammt und dort auch noch mit großer Inbrunst gedeiht, in Süditalien, Griechenland und Tunesien tut sie das aber ebenso, und zwar mit der Vehemenz eines Unkrautes, pro Kaktus gehen sich auch in ärgsten Trockengebieten an die 200 Kaktusfeigen aus. Einziges Problem: die Stacheln, die nämlich Widerhaken haben und fies sind - weshalb schon von den Azteken stachellose Exemplare gezüchtet wurden. Das Aussehen, der jetzt gerade am Markt erhältlichen Kaktusfeige ist etwas exotischer als ihr Geschmack: süß, irgendwie wie Wassermelone. Geschält und in Scheiben geschnitten macht sie sich mit Prosciutto gut, auch ein Gläschen Bracchetto d'Acqui sollte man mal probieren - sehr sinnlich!

Um E 1,-/Stk. bei Kravitz, 4., Naschmarkt Stand 300.


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