Aus der Balance

Extra | HELMUT PLOEBST | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

Anne Teresa De Keersmaeker. Das Solo "Once" und die neue Gruppenarbeit "Bitches Brew/Tacoma Narrows" sind aktuelle politische Statements mit Musik aus den Sechzigerjahren.

Die Leistungen von Anne Teresa De Keersmaeker sind Legende. Die belgische Choreographin löste zu Beginn der Achtzigerjahre eine komplette Neuorientierung des zeitgenössischen flämischen Tanzes aus, die in der Folge ganz "Resteuropa" maßgeblich beeinflusste. Ihre Choreographie "Rosas danst Rosas" erneuerte ab 1983 das Selbstbewusstsein der starken jungen Frauen im Tanz. Die von ihr gegründete progressive choreographische Schule P.A.R.T.S. in Brüssel bringt junge Tänzer und Choreographen hervor, die ein wesentlich komplexeres künstlerisches Selbstverständnis entwickelt haben als ihre Vorgängergenerationen und die sich den Herausforderungen aktueller Kunstdiskurse besser stellen können als konventioneller ausgebildete Kollegen. Und Keersmaeker führt eine Karriere vor, in der sie der drohenden Entropie da oben


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