Das Leben - ein Orgasmus

Extra | HELMUT PLOEBST | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

Emio GRECO | PC. Das Gruppenstück "Rimasto Orfano" und das Solo "Double Points: Bertha" zeigen, wie stark Thesentanz sein kann. 

Emio Grecos Kunst setzt dort an, wo alles so nett eingeteilt erscheint: hier das Publikum, dem sein Leben tief in allen Knochen und Muskeln steckt; dort die Tänzer, die mit ihren Bewegungen und Gesten etwas erzählen. Grecos Erzählungen sind im Dazwischen angesiedelt, in der Verkörperung von Mitteilen und Auffassen. Als Jonathan Burrows und Jan Ritsema im Vorjahr mit ihrem überaus spannenden Stück "Weak Dance - Strong Questions" durch Europa tourten, stellten Greco und sein Dramaturg Pieter C. Scholten (PC) die Gegenthese "Strong Dance - Strong Questions" auf. Das war kein Witz, sondern vielmehr eine Reaktion auf die konzeptuelle Choreographie, die den Tanz reduziert, um grundsätzliche künstlerische Fragestellungen auf die Bühne zu bringen. Greco und Scholten hingegen bestehen auf ihrem komplex konstruierten und mit großem tänzerischem Können aufgeführten


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