Weil man Tanz nicht lesen kann

Extra | KARIN CERNY | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

CHRISTOPH WINKLER. ImPulsTanz zeigt zwei Arbeiten des Berliner Jungstars, der strenge Konzepte und eine Liebe zur Vielfalt des Tanzes zusammenbringt. 

Der Berliner Choreograph Christoph Winkler ist Tanzbegeisterter. Gleichzeitig liebt er klare Konzepte. Jemand, der die Strenge von Konzeptkunst sucht und von der Vieldeutigkeit des Tanzes schwärmt - davon, dass man "Tanz nicht lesen kann" -, das hört sich nach einem Widerspruch an. Wie bringt man diese beiden Pole unter einen Hut? Winkler, der vom klassischen Ballett kommt, hat in nur fünf Jahren - seit 1998 arbeitet er als freischaffender Choreograph in Berlin - schon 21 Solo- und Gruppenstücke vorgelegt. Sein Motto: "Man muss dem Tanz etwas zumuten und ihm etwas zutrauen." Deshalb versucht er, in seinen Choreographien "so viele verschiedene Ansätze wie möglich zu inkludieren, ohne strenge Abgrenzungen, wie sie in der Konzeptkunst oft vorkommen".

 "Mit Winkler kommt der Tanz zurück", schrieb Le Monde nach einem Gastspiel. "Aber sie


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