Tritt in den Arsch

Extra | PETRA RATHMANNER | aus FALTER 28/03 vom 09.07.2003

ALAIN BUFFARD. Die Einsamkeit des Körpers auf der Bühne: Der französische Choreograph zeigt bei ImPulsTanz zwei radikal reduzierte Stücke. 

Tanz ist mir egal", sagt Alain Buffard. Dass sich der versierte Pariser Choreograph eher nonchalant über seine Profession äußert, ist nicht weiter verwunderlich. Denn der Glatzkopf Buffard gehört zu jenen Bewegungserfindern, die seit Mitte der Neunzigerjahre lustvoll mit den Konventionen ihrer angestammten Kunstform brechen. Choreographen wie Xavier Le Roy oder Benoît Lachambre (mit denen Buffard übrigens auch gearbeitet hat) berufen sich lieber auf theoretische und gesellschaftspolitische Diskurse als auf den traditionellen Pas de deux. Sie stellen die Identität des Tänzers gern infrage, um sich auf die Suche nach einer, wie Buffard das nennt, "neuen Grammatik des Körpers" zu machen.

  Das sieht bei der Soloperformance "Good Boy" (1998), mit der Buffard erstmals im Rahmen von ImPulsTanz gastiert, so aus: Buffard steht nackt inmitten


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