SCHWARZ-BLAUER DIALOG: Völlig verwirrt?

Politik | aus FALTER 29/03 vom 16.07.2003

Er wollte sich wieder einmal mit einer Geste rehabilitieren - und doch ging sie schon im Vorfeld voll daneben: Vergangene Woche lud Jörg Haider ein knappes Dutzend ehemaliger jüdischer Vertriebener samt Anhang auf Landeskosten an den Wörther See. Noch bevor die fünfzigköpfige Gästeschar aus Israel österreichischen Boden betreten hatte, startete der Kärntner Landespressedienst natürlich für den Landeshauptmann eine dementsprechende PR-Offensive. "Unter dem Motto ,Spurensuche und Friedensdialog'", war da stolz in einer Aussendung zu lesen, lade Jörg Haider "ehemals aus dem Land im Zug der Wirren des Zweiten Weltkriegs ausgewanderte Kärntnerinnen und Kärntner, die heute in Israel leben", für eine Woche ein. Eine maßlose Untertreibung. "Wer das NS-Regime so umschreibt", erklärte daraufhin der Leiter vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Wolfgang Neugebauer, "hat offenbar Probleme, die Dinge beim Namen zu nennen." Von "Auswandern (im Sinne von Freiwilligkeit)"


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