Bußgeld für Freier

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 29/03 vom 16.07.2003

PROSTITUTION. Freier, die harmlose Passantinnen deppert anquatschen, zahlen in Zukunft bis zu 700 Euro. 

Versicherungsjuristin oder Hure? Junge Frau, kurze, braune Haare, dezent geschminkt, trägt einen beigen Hosenanzug. Eindeutig eine Prostituierte, dachte sich ein Freier offenbar und rief Sonja Whesely vom Auto aus zu: "Pupperl, ziag di aus!"

   Da ist er an die Falsche geraten. Die 33-jährige Juristin trieb sich vergangene Woche nur deshalb am helllichten Tag im Stuwerviertel herum, weil sie für die Leopoldstadt im Gemeinderat sitzt. Und dort gemeinsam mit der Frauenstadträtin Renate Brauner eine Novelle zum Landessicherheitsgesetz ausgearbeitet hat. Es soll den Anrainerinnen des Stuwerviertels im Zweiten und der Äußeren Mariahilfer Straße im 15. Bezirk gegen lästige Freier helfen. In diesen Grätzeln leiden die Frauen am meisten unter den Nebenwirkungen des Wiener Straßenstrichs.

  Wer eine "Person in der Öffentlichkeit unter Angebot einer Gegenleistung zu Handlungen auffordert,


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