Heiterkeit gegen Heroen

NICOLE SCHEYERER | Kultur | aus FALTER 29/03 vom 16.07.2003

KUNST. Die US-amerikanische Malerin Mary Heilmann bedient sich des Vokabulars strenger Abstraktion, um dieses ironisch zu unterlaufen. Ihre farbenprächtigen Gemälde sind derzeit in der Secession zu sehen. 

Lauter bunte Bilder hängen im Hauptraum der Secession. Einfache Holzmöbel mit Rollen erlauben das Herumfahren von Gemälde zu Gemälde, auch Stühle in Kindergröße sind vorhanden. Die abstrakten Bilder heißen "Snakey", "Jimmy Walker" oder "Lola", man ist gleich mit ihnen per Du. Andere Titel führen zu Orten wie "Woody's Truck Stop" oder nach "Waimea", das offensichtlich am Meer liegt. Eine Melodie zu summen ist angebracht: Mary Heilmanns aktuelle Ausstellung trägt den Titel "All Tomorrow's Parties" nach einem Song von Velvet Underground.

  "Ich habe kein Problem damit, Gemälde als Teil der Raumausstattung zu betrachten", meint die 63-jährige US-Künstlerin zum heiteren Setting ihrer Schau, für das sie auch die Möbel entworfen hat. "Im Gegenteil, es gefällt mir, die Wertunterschiede

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