Baywatch in Zeitlupe

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO, CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 29/03 vom 16.07.2003

BÄDER. Badewaschln gehören zum Schwimmbadsommer wie Sonnenmilch und Langos. Doch die "Götter in Weiß" sind nicht nur cool am Pool und grantig am Strand - sondern Fachleute für das sichere Planschen, die Balz am Beckenrand und andere Zwischenmenschlichkeiten. 

Sein Arbeitsplatz ist Babylon und Atlantis und Utopia: Oberbademeister Wolfgang Kircher, Woli gerufen, steht im Schönbrunner Bad an der Balkonbrüstung, zwei Becken im Blick. Wie ein Surferboy mit Bauchansatz sieht er aus, das Wuschelhaar ist strähnig blondiert, die Gläser der Sonnenbrille sind tiefschwarz; um den Hals hat er sich eine Kette mit bunten Steinen, aufgelesen am Strand von Chalkidiki, gelegt. Die dereinstige Boxerstatur mit dem Gardemaß 1,85 ist einer gemütlichen Fülle gewichen, es bewegt sich vornehmlich der Kopf: links, rechts, links, rechts, tausendfach.

  Fast hundert Bademeister und Bademeisterinnen arbeiten in den 17 städtischen Sommerbädern Wiens. Hinzu kommen die Beckenchefs in den privat geführten


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