Quer durchs Gemüsebeet

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 29/03 vom 16.07.2003

GEMÜSE. Immer mehr Stadtmenschen ernten ihr Gemüse selbst - am Stadtrand.

Zucchini, Tomaten, Fisolen und Rote Rüben: "Wir gehen jetzt schon unter in Gemüse", sagt Sue. Die junge Mutter lebt in der Stadt und baut trotzdem ihr eigenes Biogemüse an. Mehr oder weniger. Einmal pro Woche fährt sie zu einem Bauernhof 35 Kilometer von Wien entfernt, jätet Unkraut, gießt und - erntet. Für 140 Euro im Jahr hat sie bei einem Bauern eine Parzelle gemietet, Aussaat und Anbau besorgte der Bauer, den Rest Sue selbst. Manchmal fahren Freunde mit aufs Land, zum Ernten und Landluft schnuppern.

Selbsternte lautet das innovative Konzept, das immer mehr Stadtmenschen zum Farmer werden lässt. Vor fünf Jahren startete man als Versuch, mittlerweile gibt es die - von Wissenschaftlern und Fachleuten unterstützte und organisierte - Selbsternte auf 14 Grundstücken österreichweit. Elf Biobauern, davon sechs in Wien, und rund 1000 Nutzer machen mit, die Nachfrage nach den Parzellen wird von Jahr zu Jahr


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