Ein Video und die Folgen

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Der Fall Wague erinnert an den Fall Omofuma. Diesmal fällt es schwerer, etwas zu beschönigen. 

Omofuma. Spätestens seit der ORF am Montag jenes Video spielte, das dokumentiert, wie Sanitäter mit beiden Beinen auf dem reglos daliegenden Afrikaner Cheibani Wague stehen, ist das Schreckwort der österreichischen Exekutive wieder da. Spätestens jetzt erinnern sich alle an den Fall des Marcus Omofuma, der am 1. Mai 1999 in einem Flugzeug auf seiner Abschiebung von Exekutivbeamten so lange gewaltsam ruhig gestellt wurde, bis er Ruhe gab. Ewige Ruhe. Die Beamten erhielten übrigens äußerst milde Strafen und versehen weiter ihren Dienst. Der Innenminister Karl Schlögl blieb nicht mehr lange im Amt, aber nicht der Omofuma-Skandal, sondern die Verhandlungskunst des Wolfgang Schüssel brachte ihn um seinen Posten. Vom Tod Omofumas existierte kein Video, erst Zeugen brachten die Wahrheit ans Licht.

Man könnte auch an den Fall Rodney King denken, den Fall jenes Mannes,


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