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Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

AUSLAND. Wenn der Außenfeind innen steht: Die BBC und Tony Blairs Turbulenzen mit den Irakkriegsgründen. 

In vielen Konfliktsituationen gilt, was weltweit zum Common Sense zählt, als gefährlicher Extremismus. Alle Welt ist gegen uns, wir allein wissen, worum es wirklich geht, lautet das chauvinistische Credo, wenn das Vaterland in Gefahr ist. Stets gehört das Feindbild Presse zu den fixen Merkmalen einer solchen nationalen Bunkerstimmung. Entweder stehen "Nestbeschmutzer" aus den eigenen Reihen am Pranger, oder man glaubt, es mit einer ausländischen Verschwörung zu tun zu haben. Chauvinisten in unseren Breitengraden fantasieren sich gerne als Opfer einer Verschwörung an der "Ostküste". In Israel funktioniert der gleiche Reflex umgekehrt. Unbequeme Wahrheiten, die dem Land von außen vorgehalten werden, schubladiert man regelmäßig als "antisemitisch". Das musste die BBC erleben, als die mit "Israel's Secret Weapon" übertitelte atemberaubende Dokumentation über Israels geheimes


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