MQ - öffentlicher Raum

Vorwort | DIETMAR STEINER | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

KOMMENTAR. Das MuseumsQuartier im Widerstreit der Interessen: Ist es öffentliches oder privatisiertes Gelände? 

Es ist wichtig, dass das MQ in Wien in der urbanen Debatte präsent bleibt. Schließlich wäre das MQ ein einzigartiges neues Modell für einen öffentlichen und kulturellen Gebrauch der Stadt. Und da hat Jan Tabor (Falter 29/03) schon Recht, dass im und um das MQ diesen Sommer einiges mit ephemerer Architektur geschehen ist. Viel mehr an "unsichtbarer Architektur" geschah allerdings die letzten zehn Jahre zuvor. Es greift auch zu kurz, die dahinter liegenden Konflikte als "ästhetische Kriege" zu bezeichnen. Der "Krieg" im MQ, den der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Wolfgang Waldner den Mietern und Nutzern erklärt hat, beruht auf fundamentalen gesellschaftspolitischen Gegensätzen und ist ein geradezu idealtypisches Beispiel für die heutige Entwicklung der europäischen Stadt und ihrer öffentlichen Räume. Soeben haben die deutschen Stadtsoziologen Walter Siebel


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige