Zwischen Roots und Exotik

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

MUSIK. Das Geschäft mit der Weltmusik boomt und auch zum Kremser Festival Glatt & Verkehrt werden demnächst wieder Tausende Musikfans pilgern. Bloß: Was ist eigentlich Weltmusik? 

Jeder hört sie, jeder weiß, was damit gemeint ist, aber beim Namen nennen würde sie am liebsten keiner: Weltmusik, das ist für die allermeisten ihrer Interpreten und Fans, Erforscher, Verleger und Veranstalter fast schon ein Tabuwort - für das freilich auch noch niemand einen besseren Ersatz gefunden hat. Als "utopisches Genre" bezeichnete sie die renommierte Neue Zeitschrift für Musik, und die Frankfurter Rundschau fand neulich zu der charmanten Definition: "Weltmusik ist das Zuhause der diffusen Sehnsüchte."

  Dennoch: "Diesen Begriff will niemand, aber alle verwenden ihn. Sehr österreichisch, eigentlich", meint Rudi Pietsch, Professor am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie der Wiener Musikuniversität - und weiß auch warum: "Der Begriff tauchte zwar schon um 1900 herum auf,

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