MARWAN ABADO: "Schwer zu entmischen"

Kultur | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

Kunst hat die Aufgabe, das Leben zu verlangsamen", sagt Marwan Abado und macht nicht den Eindruck, dass es ihm auf dem harten Weg eines Oud-Solisten fernab der arabischen Welt zu langsam voran ginge. Als Kind palästinensischer Flüchtlinge wurde Abado 1967 in Beirut geboren, zu seinem 18. Geburtstag schickten ihn seine Eltern nach Wien - aus Sicherheitsgründen: "Ich war Musiker und politisch engagiert. Schon bei meinem ersten Auftritt mit 14 Jahren sorgten Sicherheitskräfte dafür, dass wir unseren geplanten Tribute an Che Guevara nicht singen konnten. So was prägt, und deswegen entschieden meine Eltern über meinen Kopf hinweg, dass ich aus Beirut weg sollte."

  In Wien fand Abado wieder einen Lehrer für die arabische Urform der Laute und etablierte sich mittlerweile als vielseitiger Solist, Sänger und Komponist in der europäischen Weltmusikszene. Beim Festival Glatt & Verkehrt präsentiert Abado nun sein neues Projekt "Amber auf Saiten", für das er den Perkussionisten Peter Rosmanith,

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