Die drei Türme

Kultur | JAN TABOR | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

DER BAUKASTEN. Anmerkungen zur Architektur. Diesmal: Das Wiener Hochhausdilemma auf einen Blick. 

Auf der Ringstraße, in unmittelbarer Nähe zur Angewandten, gibt es einen einzigartigen Aussichtspunkt. Ich nenne ihn "The Three Towers Point of View". Er befindet sich genau auf der Fahrbahnmitte der Ringstraße, dort, wo sich die Rosenbursenstraße und der Kokoschkaplatz (der eigentlich eine Straße ist) kreuzen und die Ampelphasen für die Fußgänger bedrohlich kurz bemessen sind. Von hier aus wird - für einen kurzen Moment - die ganze Misere der gegenwärtigen Stadtplanung in Wien sichtbar.

  Zunächst erblickt man - in Richtung Donaukanal schauend - zwei Türme, die miteinander zu streiten scheinen, wer die prestigeträchtige Stelle an der Blickachse der Ringstraße besetzt hält. Bis vor kurzem hat das alte Galaxie-Haus allein einen der beiden wichtigsten points de vue des Wiener Prachtboulevards beherrschen können, jetzt drängt sich der Neubau des Uniqua-Bürohauses derart penetrant


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