BROODTHAERS IM BUCH: Notizen mit der Kamera

Kultur | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

Seit 1957 verwendete Broodthaers eigene Aufnahmen im Rahmen seiner künstlerischen und journalistischen Arbeit, bald darauf folgten erste künstlerisch bearbeitete Fotografien, die er beschriftete, bedruckte oder übermalte. Der vorliegende Band versammelt die nicht bearbeiteten Fotos und jene Texte, die Broodthaers auf und über Fotos geschrieben hat. Bemerkenswert sind die Bilder vom Bau des Brüsseler Atomiums 1957, dem Monument der Weltausstellung. Die meisten Bilder wirken amateurhaft, zeigen alltägliche Ansichten von Berliner Straßen, Flussufern, einem Postamt oder dem Brüsseler Zoo und lassen auf einen Autor schließen, der sich mit der Kamera Notizen macht. Der anlässlich einer Ausstellung in Köln erschienene Band ist groß und schwer. Er wäre es wohl kaum, stünde Broodthaers momentan nicht so hoch im Kurs.

Maria Gilissen/Susanne Lange (Hrsg.): Marcel Broodthaers: Texte et Photos. Göttingen 2003 (Steidl). 448 S., E 69,90. Die gleichnamige Ausstellung läuft bis 14.9. in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln (Infos: www.sk-kultur.de).


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