Wiener Linien: Rollstuhlfahrer unterwegs

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

Drei defekte Lifte und ein Busfahrer, der sich weigerte, die Rollstuhlrampe auszufahren: Ein Pilotversuch des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) mit den Wiener Linien und zwanzig Rollstuhlfahrern vergangene Woche zeigte, dass alles nicht so einfach ist und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen im öffentlichen Raum noch nicht die Freiheit haben, die ihnen zusteht.

  Geschätzte 10.000 Menschen sind in Wien auf den Rollstuhl angewiesen, trotzdem sind Rollstuhlfahrer im Stadtbild nicht sehr präsent, findet André Rosenmayr. Er führt das auf die vielen Hemmschwellen zurück, gesellschaftliche wie infrastrukturelle, die Rollstuhlfahrer bei der Stadtbenutzung immer noch behindern. Bis vor drei Jahren hat sich Rosenmayr zum Beispiel selbst nicht getraut, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen: "Man hat Angst davor, was alles passieren kann." Allein das Einsteigen in die U-Bahn bedeute oft den totalen Stress. Breite Spalte zwischen U-Bahn und Perron bei der U4 und der U1 seien


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