Ein Zacken zu gruftig

CHRISTOPHER WURMDOBLER | Stadtleben | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

STADTPSYCHOLOGIE. Eine Studie zum "Wesen Wiens" bestätigt jetzt, was wir schon immer wussten: Wien ist grantig. Aber wie sieht Wien im Vergleich mit anderen Städten, zum Beispiel Berlin aus? 

Was ist Wien? Glaubt man der "stadtpsychologischen Annäherung" von Cornelia Ehmayer, ist Wien eine grantelnde, mieselsüchtige Frau zwischen vierzig und sechzig, mal fröhlich, mal depressiv, je nach Jahreszeit. Die Wiener Stadtpsychologin hat sich gemeinsam mit Kolleginnen ein Jahr lang auf die Suche nach dem "Wesen Wiens" begeben und als typische Eigenschaft der Stadt vor allem eines festgestellt: Ambivalenz. 113 Personen aus Kultur, Politik, Stadtplanung und normaler Bewohnerschaft wurden befragt - in "problemzentrierten Interviews", einer wissenschaftlichen Methode aus der Sozialforschung. Das Ergebnis der Studie ist nicht neu. Wenigen positiven Stadteigenschaften wie "selbstreflektiert", "humorvoll" oder "gemütlich" stehen viele negative Eigenschaften gegenüber ("raunzert", "todessehnsüchtig",

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