Gut geschmiert

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

Lichtschutz. Wer jetzt ohne Sonnenschutz das Haus verlässt, ist selber schuld.

Zwischen 11 und 15 Uhr sollte man eh im Schatten bleiben. Wer außerhalb dieser Zeiten in der Sonne brutzelt und glaubt, durch häufiges Eincremen mit Sonnenmilch sich und seiner Haut was Gutes zu tun, liegt natürlich völlig falsch. Reichlich eincremen wird aber empfohlen, und wer schwitzt, sollte nachtragen. Lichtschutzfaktor (LSF) zwanzig aufwärts empfehlen die Experten nicht nur hellhäutigen Sonnenanbetern. Kinder sollten überhaupt mit Sunblockern geschützt werden. Der Lichtschutzfaktor des jeweiligen Produkts bedeutet nichts anderes, als dass man soundsovielmal so lange bräunen kann wie auf der Packung angegeben. Wie lange das genau ist, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Nachcremen gilt nicht und verlängert nicht die Wirkung.

Wenn Sonnenschutzmittel wasserfest sind, sollte nach dem Schwimmen trotzdem erneut eingeschmiert werden, immerhin ist man auch unter Wasser, wo die UV-Strahlung der Sonne sogar verstärkt wird, mit den Wasserfesten geschützt. Allerdings auch nur für einige Minuten, warnen Hautärzte.

Und wer sich erst am Strand oder Beckenrand den Sonnenschutz auf die Haut gibt, ist sowieso meist viel zu spät dran: Eine halbe Stunde vorher sollten Mittel mit chemischen UV-Filtern aufgetragen werden, da die Filter eine Zeit brauchen, um ihre Wirkung zu entfalten. Mineralische Filter wirken hingegen sofort. Die meisten Produkte aus dem Drogeriemarkt filtern jedoch chemisch, worüber sich vor allem Allergiker weniger freuen. Mineralischer Sonnenschutz, Titandioxid oder Zinkoxid, ist in den - teureren, aber dafür hautverträglicheren - Naturkosmetikprodukten drin, die nicht nur Empfindlichen, sondern auch Eltern für deren Nachwuchs empfohlen werden. Aber der beste Sonnenschutz ist ohnehin der Schatten.


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