TIER DER WOCHE: Auszucken

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 30/03 vom 23.07.2003

Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Fantasie", meinte der deutsche Schriftsteller Erich Kästner. Soweit es unseren Kontakt mit "wilden" Tieren betrifft, gilt auch der Umkehrschluss, denn viele dieser Ängste bestehen hauptsächlich in der Fantasie. Angeblich sollen sogar bis zu zehn Prozent der Bevölkerung unter Arachnophobie, der Spinnenangst, leiden. Von den circa. 30.000 Spinnenarten weltweit sind jedenfalls nur etwa 25 für Menschen gefährlich. Selbst die in B-Movies gerne gezeigte Einstellung, wie eine fette, dicht behaarte Vogelspinne über den Körper eines Menschen wandert, wäre (auch mit noch vorhandenen Giftdrüsen) recht harmlos. Auf der nach oben offenen Schmerzskala würde ein Biss dieser Spinnen ungefähr neben dem Stich einer Wespe einzuordnen sein.

Spinnenangst kann sogar kulturelle Folgen haben: Ein italienischer Volkstanz, die Tarantella, hat seinen Ursprung in der Therapieform nach dem Biss einer Tarantel.

Im Mittelalter meinte man, dass die Gebissenen an einer


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