Wenn man nur will

Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 31/03 vom 30.07.2003

WIRTSCHAFT Vier Vorschläge, wie die Wirtschaft ohne neue Schulden angekurbelt werden könnte.

Im dritten Jahr der Konjunkturkrise haben die Wirtschaftspolitiker der schwarz-blauen Regierung wenig mehr als zwei Aussagen zu bieten: Erstens könne man in Österreich alleine ohnehin nichts tun, und zweitens wären zusätzliche Defizite zur Konjunkturankurbelung "ein Rückfall in alte Zeiten". Das ist reichlich wenig, wenn man bedenkt: Erstens sitzen die Vertreter der Regierung in EU-Gremien, wo sie durchaus handeln könnten, wenn sie nur wollten - zum Beispiel könnten sie energisch auf eine Investitionsoffensive im Bereich der transeuropäischen Netze drängen. Zweitens unterscheiden sich Budgetdefizite, die in der Konjunkturkrise entstehen, in ihren Ursachen: Sie können entweder als Ergebnis schwacher Steuereinnahmen und hoher Kosten steigender Arbeitslosigkeit entstehen - wie nun in Österreich, wo das Budgetdefizit des Bundes heuer mehr als drei Milliarden Euro beträgt. Oder sie sind


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