"Sicherheit als Ritual"

ISRAEL Der österreichische Musiker Marwan Abado wollte auf einem Friedensfestival in Israel auftreten. Er durfte aber nicht. 

Politik | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 31/03 vom 30.07.2003

Gegen Ende des Gesprächs mit dem Falter vergangenen Samstag (siehe Interview im letzten Heft) wurde Marwan Abado immer nervöser. Der Musiker erzählte von seinem neuen Projekt "Amber auf Saiten", für das er irakische, libanesische, palästinensische und österreichische Musikerinnen und Musiker zusammenbrachte und das er diese Woche erstmals in Bethlehem präsentieren wollte: auf dem Friedensfestival "Songs for Freedom", das vom United Nations Development Programme (UNDP) organisiert und zum Teil von der Europäischen Union finanziert wurde.

  Für den folgenden Sonntag war sein Abflug nach Israel geplant, und genau das machte Abado so nervös. Denn der international bekannte Oud-Solist, Sänger und Komponist, der seit 1985 in Wien lebt und längst die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde 1967 in Beirut als Kind staatenloser palästinensischer Flüchtlinge geboren. 1998 hatte er schon einmal versucht, ein Konzert in Israel zu geben - und wurde drei Tage lang auf dem Flughafen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige