Die Worte der Weisen

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 31/03 vom 30.07.2003

LONDON SOUNDFILES Mit Terry Hall und Stephen Duffy finden zwei Veteranen des britischen Songwriting auf völlig unterschiedlichen Wegen zu zeitgenössischer Relevanz zurück. Unter einem Schild namens "Music/Media" im vierten Stock des Borders Bookshop auf der Oxford Street steht ein schmächtiger kleiner Mann mit seiner akustischen Gitarre vor einem einsamen Mikrofon. Seine Lieder sind voll der Bezüge auf gescheiterte Beziehungen und verlorene Utopien, versetzt mit konkreten Zeitangaben: 1968, "der Winter, als es schneite", dann der schicksalhafte Sommer 1975, als er sich ein Friedenssymbol auf die Baseballschuhe malte, der 1. Mai 2002, der 16. Jänner 1989 oder gleich das ganze alte 20. Jahrhundert, als "wir uns unser Amüsement noch selber machten und zum Mond flogen". Aber die Nostalgie, singt er, sei "auch nicht mehr das, was sie einmal war. Also leb wohl, Johnny Rotten."

  Stephen Duffy erinnert sich gut daran, wie er noch ein "kleiner Bub" war, grün hinter den Ohren, "kaum


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