MEDIZINER CLAUS METZ: Warum Menschen in Bauchlage sterben können

Politik | aus FALTER 32/03 vom 06.08.2003

Im Jahr 1994 hörte der Frankfurter Arzt Claus Metz von einem mysteriösen Fall. Polizisten hatten einen Schubhäftling im Flugzeug gefesselt und geknebelt. Kurz darauf starb er offiziell an "Herzversagen". Metz vermutete dahinter eine Vertuschung der Behörden und forschte nach. Bei seinen Recherchen stieß er - vor allem in US-amerikanischer medizinischer Fachliteratur - auf das Phänomen des "lagebedingten Erstickungstodes". Metz schlug daraufhin in Deutschland Alarm. Er versorgte deutsche Polizeidienststellen und Medien mit einschlägiger Information über die gefährliche "Fesselung in Bauchlage". Das deutsche Innenministerium gab daraufhin klare Anweisungen für die Fixierung von Verdächtigen heraus. Höchste Zeit: Amerikanische Rechtsmediziner hatten herausgefunden, dass auch völlig gesunde Personen plötzlich sterben können, wenn ihnen der Brustkorb eingeschnürt wird. Die so genannte "Schweinefesselung" (einem Verdächtigen werden in Bauchlage meist auch noch Hände und Füße


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