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Politik | aus FALTER 32/03 vom 06.08.2003

Ausfahrt Hatzlgrad Sie war ein Mahnmal für einen der mächtigsten Simmeringer der vergangenen Jahrzehnte: Seit über zwanzig Jahren existiert an der Südosttangente die Ausfahrt Simmering, ebenso lange ist sie gesperrt. Weil es der unverwüstliche Rathauspolitiker und Bezirksbürger Johann Hatzl aus Rücksicht auf Anrainer und Schrebergärtner nun einmal so wollte. Doch seit Hatzls Karrierekurve nach unten weist - vom Stadtrat über den Klubobmann zum politisch unbedeutenden Landtagspräsidenten - wagen die Genossen in "Hatzlgrad" das Unerhörte: Sie wollen den Zubringer öffnen lassen und von dort eine Straße zum Zentralfriedhof führen. Letztlich dürften sich die Betonierer gegen das Urgestein durchsetzen. Die Planungen und Umweltprüfungen laufen auf Hochtouren, 2005 soll mit dem Bau begonnen werden. Damit Hatzl davon auch etwas hat, müsste er zuerst eines tun: sich ein Auto kaufen.

Was von Haider bleibt Hubertus Czernin, Verlagsgründer und Exherausgeber des profil zerbrach sich


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