FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 32/03 vom 06.08.2003

Jetzt ist es vorbei und zurück bleibt ein komischer Nachgeschmack. Das ATVplus-Reality-Abenteuer ("Tausche Familie") der schwarzen Flüchtlingsfamilie aus Kapfenberg mit der White-Trash-Partie aus der Großfeldsiedlung in "Tausche Familie" ist mit einem ordentlichen Streit zu Ende gegangen. Dabei haben natürlich die Wiener Prolos den "Negern" erklärt, wie man sich in Österreich benimmt. Es ist diese Überheblichkeit und der offene Rassismus einer Familie, die selbst asozial ist, die einen vor den Kopf stoßen. Genauso wie die Tatsache, dass sich die schwarze Mutter immer nett und höflich den rassistischen Mist angehört hat, weil sie wohl nicht alles verstanden hat und zu schüchtern war. Zumindest der Großteil der Postings auf der Sender-Homepage gibt Hoffnung, dass manche Durchschnittsösis bei diesem unangenehmen Format, das ein Sozialexperiment sein will, ein bisschen was kapiert haben. So wie Seherin Eva: "Auch ich finde die Familie Ngoy sehr nett und zivilisiert. Außerdem hat mich sehr beeindruckt, wie gut die Deutsch sprechen, bis auf die Mutter. Und zur Wiener Familie: Leider gibt es so etwas noch, und das wurde sogar im Fernsehen gezeigt, aber solche Typen laufen leider Gottes sehr viele herum!"


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