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Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 32/03 vom 06.08.2003

Alles, was wir auf dieser Welt machen, hat schon ein Ablaufdatum." Gerade an Innovationen interessierte Musiker müssen im Laufe ihrer Karriere immer wieder schmerzlich zur Kenntnis nehmen, was der Rapper Fat Jon da (grob übersetzt) zu Beginn des neuen "Pole"-Albums (Mute/Virgin) bemerkt. Nicht zuletzt Stefan Betke alias Pole selbst, der mit vier Alben voll elektronisch knisternder Dub-Abstraktionen zum Liebling der Musikblätter avancierte. Irgendwann wurde ihm seine Methode des Knarzens in verhallten Klangräumen nämlich einfach langweilig, und er suchte nach neuen Aufgaben.

Gefunden hat er den Groove; genauer gesagt: verschleppte HipHop-Beats, die er wiederum im Geiste des Dub dahinstolpern lässt. Damit das nicht gar nach "Technonerd entdeckt was Neues" klingt, ist mit dem erwähnten Fat Jon auch ein leibhaftiger (und sehr guter) MC mit von der Partie.

Dass Musiker mit Antennen immer mehr als ein Projekt am Laufen haben, beweist Betke mit "Staedtizism Vol. 4" (~scape/Soul Seduction),


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