STREIFENWEISE

Kultur | MAYA MCKECHNEAY | aus FALTER 32/03 vom 06.08.2003

Frauen am Wasser, die Erste: Drei kokett lachende Bikini-Babes (die Blondeste im Vordergrund), darunter eine Riesenwelle und ganz unten nochmal die Babes, diesmal mit Surfboards am Strand. Das Plakat des Surfer-Girl-Movies "Blue Crush" verspricht einen öden Füller fürs Sommerloch, der nach Schema F vorgeht: Erotik plus Action plus exotische Location. Doch im Kino ist man angenehm überrascht: schon die Titelsequenz kommt als farbig verfremdeter Albtraum vom Ertrinken daher. Und auch im weiteren Verlauf des Films verabschiedet sich die Kamera immer wieder von den sonnigen Stränden Hawaiis, um unter die Wellen abzutauchen, wo es dunkel ist vom aufgewirbelten Sand - ein schäumendes Chaos. Die Frauen, die mal auf, mal unter diesen Wellen ihr Leben riskieren, wirken gar nicht mehr wie die Babes vom Plakat, und der Begriff "Baywatch-Barbie" stellt für sie die Ehrenbeleidigung Nummer eins dar.

  Gewiss ist der Plot, der die drei von der Profikarriere träumen lässt, einigermaßen formelhaft


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