URANIA-GESCHICHTE: "Kulturfilmbühne Europas"

Stadtleben | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 32/03 vom 06.08.2003

Ging man vor der Renovierung der Urania am Gebäude vorbei, dann konnte man sich für ein paar Momente zumindest in die Fünfziger- oder gar in die Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts zurückversetzt fühlen: In den Schaufenstern der Volkshochschule kündigten noch in den Neunzigerjahren handgemalte Plakate Diavorträge und Filme über exotische Reisen und von Expeditionsberichten an - ganz so wie mehr als ein halbes Jahrhundert zuvor.

  In der Zwischenkriegszeit boomte in ganz Europa der so genannte "Kulturfilm", der in Abgrenzung zum "Schundkino" volksbildnerisch und streng populärwissenschaftlich korrekt von fremden Menschen und Ländern berichtete. Und damals war die Wiener Urania mit ihren damals österreichweit rund 45 Tochtervereinen die größte "Kulturfilmbühne Europas", wie Christian Stifter, Direktor des Österreichischen Volkshochschularchivs, erläutert.

  1897 gegründet, war die Urania - ihr Name leitet sich von der gleichnamigen Muse der Sternbeobachtung ab -


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