Der schlaue Pöbel

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 32/03 vom 06.08.2003

MENSCHENAUFLÄUFE. Flash-Mobs, via Internet organisierte Sinnlosaktionen an öffentlichen Orten, gibts jetzt auch in Wien. 

Auf dem Stephansplatz stehen zwischen Touristenmassen einige Personengruppen auffällig unauffällig in der Gegend herum. Immer wieder wechseln sie flüchtige Blicke, grinsen heimlich, schauen auf die Uhr. Exakt um 17.20 Uhr bilden die Menschen plötzlich einen großen Kreis, fangen an, laut "Brumm Brumm"-Geräusche von sich zu geben, und betätigen ein nicht vorhandenes Lenkrad. Genau eine Minute später löst sich der seltsame Kreisverkehr wieder auf - so, als wäre nichts gewesen.

  Flash-Mobs nennen sich die scheinbar völlig sinnlosen Zusammenkünfte, die auch in Wien seit kurzem immer wieder an verschiedenen Orten stattfinden. Die Idee zu den spontanen Menschenaufläufen stammt aus New York, wo Ende Juni die erste derartige Aktion abgehalten wurde. Nach zahlreichen anderen amerikanischen Städten hat der Trend jetzt auch Europa erfasst - nach Rom war Wien die


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